Schulprogramm

Jede Schule hat ein Schulprogramm. Es enthält als Grundbestandteile eine Schuldarstellung (Elemente z. B. Leitbild einer Schule, pädagogische Grundorientierungen und Erziehungsauftrag, Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit) und eine Planung der Schulentwicklung. Das Schulprogramm bildet die gemeinsame Plattform für den Austausch und die Zusammenarbeit aller an der Schulentwicklung beteiligten Menschen.
Jede Schule schreibt ihr Schulprogramm regelmäßig fort und überprüft in regelmäßigen Abständen die Wirksamkeit des Schulprogramms sowie den Erfolg ihrer Arbeit.
Die Schulaufsicht nutzt die Schulprogramme entsprechend ihrem Auftrag für die kontinuierliche Entwicklung und Sicherung der Qualität der schulischen Arbeit.
Wir laden geneigte LeserInnen ein, sich im Folgenden über zentrale Ausschnitte unseres Schulprogramms weiter zu informieren.

Leitsatz / Eine typische Woche

„Das Eingewöhnen der Kinder in eine Welt, die etwas bedeutet und in der man etwas bedeutet.“ (Walter Schäfer) Wir wollen diesem Leitsatz gerecht werden, indem der Unterricht und das Leben an unserer Schule so miteinander verzahnt werden, dass die Kinder ein Leben und Lernen in der Schule als sinnvoll und aufeinander bezogen erleben. Daher ist uns unser Schulleben so wichtig. Es umfasst alle Bereiche unseres pädagogischen Handelns, die sowohl die schulische Organisation als auch die Inhalte im Unterricht und die zwischenmenschliche Beziehungsebene ansprechen. Feiern und besondere Aktivitäten haben in unserem Schulleben ihren festen Platz. Sie lassen sich drei Schwerpunkten zuordnen:

  • Orientierung am Jahreskreis (z.B. Erntedankfest, Projektzeit im Advent)
  • Bemühen um ästhetische Bildung (z.B. angemessene Präsentation der Kinderwerke, Besuch des Kunst-Museums mit Fortsetzung in der Schule, Lesewoche, Theaterbesuche, Kinderkonzerte)
  • Förderung der sozialen Kompetenzen (z.B. jahrgangsübergreifende Projekte, Helferkinder, Besuch der Kindergartenkinder, Methoden des kooperativen Lernens)

Jede Schulwoche ist von Elementen des Schullebens geprägt:

  • gemeinsamer Wochenbeginn am Montag und gemeinsamer Wochenabschluss am Freitag mit allen MitarbeiterInnen und Kindern
  • im Schulforum mit Elementen wie: Singen, Musizieren, Feiern der Geburtstagskinder der Woche, Ehrung besonderer Leistungen (z.B. Seepferdchen, Lesekinder, Gedichtvortrag, Darbietungen der  Klassen bzw. Lerngruppen, Helferkinder).

Auch jeder Schulmorgen enthält gemeinsame Elemente des Schullebens:

  • offener Beginn von 8.00 – 8.15 Uhr (geschenkte Zeit der Lehrkräfte zum Ankommen, Erzählen, Speilen, Hausaufgabenkontrolle, ...)Stundenplan
  • Morgenkreis in den einzelnen Klassen
  • Tagesplan an der Tafel
  • gemeinsame Tischkultur in den Klassen
  • Unterrichtsphasen/-blöcke
  • Reflexionsphasen nach Arbeitszeiten
  • 'Flitzepausen' und Spielpausen
  • Verabschiedung bis zum nächsten Schultag

Weitere typische Elemente eines Schulmorgens sind:

  • Klingelzeichen nur zum Ende der Pausen
  • Bei Regenpausen bleiben die Kinder unter Aufsicht im Schulgebäude
  • 6. Stunde nur im Jahrgang 4
Der Name als Programm
[caption id="attachment_1646" align="alignright" width="300"] Unser Name im Eingang[/caption]

Die Namensänderung von "Grundschule Gievenbeck-Südwest" in "Mosaik-Schule" erfolgte offiziell am 5.9.2002. Das Wort „Mosaik“ stammt aus dem Griechischen (mousa) und meint eine sich aus vielen Einzelteilen allmählich zusammensetzende Vorstellung. Diese Übersetzung scheint sowohl unsere pädagogische Arbeit als auch den Prozess unserer Schulentwicklung in besonderer Weise treffend zu beschreiben:

  • Alle Menschen der Schulgemeinde – Kinder, Eltern, lehrende und nicht lehrende MitarbeiterInnen -  sind für das Leben und Lernen in unserer Schule bedeutsam und jeder für sich nimmt einen wichtigen Platz im Gesamtgefüge ein.
  • Darüber hinaus entspricht das Bild des Mosaiks unserer anthropologischen Grundhaltung, jedes der uns anvertrauten Kinder, aber auch die Eltern und  Mitarbeiter der Grundschule, als kostbare „Edelsteine“ in unserer Gemeinschaft anzuerkennen. Dabei gestehen wir jedem Einzelnen individuelle Ecken und Kanten zu, an denen es sich zu reiben lohnt.
  • Diese Grundhaltung versuchen wir unseren  Schulkindern zu vermitteln. Würde ein Mensch fehlen, so hinterließe er eine Lücke. Jeder hinzukommende Mensch lässt das Gesamtbild bunter und reicher erscheinen.
  • Dieses symbolische Verständnis des Mosaiks ist für die Kinder fächerübergreifend zu erschließen und kann sowohl einen Beitrag zur Ich-Stärkung leisten als auch der Entwicklung der Sozialkompetenz dienen.
  • Ein vielfältig gestaltetes und etabliertes Schulleben, das nach unserer Ansicht das Fundament einer guten Schule darstellt, setzt sich aus verschiedensten Einzelelementen zusammen, die den Unterrichtsmorgen sowie das gesamte Schuljahr durchdringen und erst in ihrer Gesamtheit ihre bildende Kraft entfalten. Sie sind wie einzelne Steinchen eines großen Mosaiks zu sehen.
  • Schließlich werden wir unseren Bildungs- und Erziehungsauftrag nur durch die gemeinsame Anstrengung mit verschiedenen Kooperationspartnern im Stadtteil und darüber hinaus bewältigen.
Pädagogische Grundhaltung
  • Wir streben ein Klima der Geborgenheit an und wollen daher den Mosaik-Kindern mit Herzenswärme begegnen. Deshalb bemühen wir uns um ein hohes Maß an personaler Zuwendung und besonderer pädagogischer Sensibilität.
  • Wir streben an, die Individualität eines jeden Kindes zu achten und versuchen, dieser respektvoll und mit Offenheit gegenüber den individuellen Entwicklungsmöglichkeiten zu begegnen.
  • Wir formulieren für jedes Fach grundlegende Anforderungsprofile und entwickeln für die Kinder differenzierte Lernangebote in allen Fächern und Lernbereichen, damit sie  mindestens dieser Anforderungen erfüllen können.
  • Eine anregend gestaltete Lernumgebung soll darüber hinaus zum weiterführenden Lernen anleiten, da Kinder etwas leisten wollen und können.
  • Wir verstehen unsere erzieherische Tätigkeit als Hilfestellung für Kinder, sich selbst zu bilden.
  • Wir bemühen uns um ein reichhaltig gestaltetes Schulleben, das die Kinder ihr Leben und Lernen in der Schule als sinnvoll und aufeinander bezogen erleben lässt.
Erziehungskonzept

Ziel unserer Erziehung ist die Bildung einer vielseitig interessierten moralisch-handlungsfähigen Persönlichkeit. Daher verstehen wir Erziehung als Aufforderung zur und planvolle Hilfestellung bei der Auseinandersetzung mit der Welt und den Menschen. Um dieses Ziel zu erreichen pflegen wir in unserer Schule:

  • eine Kultur des Helfens
  • eine Kultur des Miteinander-Sprechens
  • eine Kultur des Streitens und Versöhnens

Voraussetzung hierfür ist die Unterstützung der Kinder bei der Entwicklung ihres Einfühlungsvermögens und ihrer Verantwortungsfähigkeit. Diese Ziele versuchen wir durch einen Schulalltag zu erreichen, der von mitmenschlichen Begegnungen geprägt ist und in dem die Kinder als ganze Person wahrgenommen und respektiert werden. In diesem Prozess sind wir auf die Kooperation mit Eltern und anderen gesellschaftlichen Institutionen/Gruppen angewiesen. Bereits 2006/2007 tauschten  sich Eltern und LehrerInnen - im Anschluss an einen einleitenden Beratungsabend „Kinder brauchen Grenzen“ - intensiv aus zu dem Thema Begleitung, Erziehung und Förderung der Kinder , und das anhand alltäglicher Beispiele aus dem Familienalltag. Die positive Kraft von Regeln und Grenzen für ein zufriedenes Miteinander innerhalb der Familie stand dabei im Mittelpunkt. Als besonders schützenswert und wichtig stellten sich Familienrituale und der Umgang mit Folgen und Konsequenzen bei Regelverletzungen heraus. Sie sind wichtige Bausteine der Erziehung, um die zentralen Werte der Familie (Kommunikation, gesundheitliche Fürsorge, Wohlbefinden, Spielfreude) zu sichern. Dieses sowie weitere Themenfelder - wie z.B. der Umgang mit digitalen Medien - sollen in nächster Zukunft wieder verstärkt zusammen mit der Elternschaft in den Fokus genommen werden.

Leistung, Hausaufgaben und Selbstständigkeit

Alle Kinder unserer Schule wollen und können etwas lernen und leisten.

  • Deshalb bekommt jedes Kind Lernaufgaben, die es mit seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten bewältigen und an denen es wachsen kann.
  • Deshalb bekommt es angemessene Aufgaben gestellt, die es lösen muss.
  • Deshalb lernt das Kind sich selbst Aufgaben zu stellen.

Wir arbeiten stark differenzierend, weil

  • Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in die Schule kommen.
  • Kinder unterschiedlich viel Zeit zum Lernen benötigen.
  • Kinder erst lernen müssen, ihr eigenes Lernen zu organisieren.

Wir vermitteln unseren Schulkindern, dass

  • Lernen Mühe erfordert, die es sich zu geben lohnt.
  • Lernen Freude bereiten kann.
  • alle Leistungen und angefertigten Arbeiten es wert sind, gewürdigt und kontrolliert zu werden.
  • Lernzeit eine kostbare Zeit ist.

Wir arbeiten mit ausgewählten Materialien, um

  • so ein Lernen auf verschiedenen Anschauungsebenen zu ermöglichen.
  • Kinder über verschiedene Sinne lernen zu lassen.
  • Aufgaben für Kinder überschaubarer zu machen.
  • durch ästhetisch ansprechendes Material die Kinder zu motivieren.
  • Kindern die Möglichkeit zu geben, für sich die beste Hilfe auszuwählen.
  • mit Kindern einzuüben, ihr eigenes Lernen zu organisieren.

Wir berücksichtigen, dass

  • gezielte Bewegungszeiten den Lernprozess der Kinder unterstützen.
  • nach der Zeit der Anstrengung eine Zeit der Erholung folgen muss.

Wir versuchen in unserer Schule

  • die Lernfreude der Kinder zu erhalten und zu steigern.
  • bei Lernschwierigkeiten den Kindern zum Lernerfolg zu verhelfen.
  • jedes Kind zu fördern, indem wir es angemessen fordern.

Hausaufgaben Hausaufgaben sind Teil der Leistungserziehung, weil die Kinder unabhängig von LehrerInnen selbstständig Aufgaben erledigen, um

  • zu üben,
  • nachzubereiten oder
  • vorzubereiten.

Unsere Kinder sollen Hausaufgaben als Lernchancen erfahren. Deshalb gibt es individuelle, d.h. für das jeweilige Kind angemessene Hausaufgaben,

  • die ihnen ermöglichen selbstständig zu werden.
  • die sie alleine, ohne Eltern lösen können.
  • die ihre Verlässlichkeit fördern.

Bei Hausaufgaben gelten als Grundsätze:

  • Hausaufgaben liegen in der Selbstverantwortung des Kindes.
  • Gibt es Schwierigkeiten, gehen Eltern und LehrerInnen aufeinander zu.
  • Jeden Tag gibt es eine Lesehausaufgabe.
  • Freitags gibt es keine Hausaufgaben.

Weitere offizielle Infos finden sich auf der Homepage des Schuministeriums. Ein aufschlussreicher Artikel zum Thema ist auch:  „Hausaufgaben ohne Stress

Ästhetische Erziehung

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Ästhetische Erziehung

[caption id="attachment_1840" align="alignright" width="196"]In Anlehung an Paul Klee Eine neue Schule für Gievenbeck August 2000[/caption]
  • die Förderung der Wahrnehmungsfähigkeit und Ausdrucksfähigkeit
  • die Sensibilisierung für Gestaltung, Kunst- und Naturschönes
  • das Verstehen von Kunstwerken und ästhetisch Geformtem
  • das Verstehen literarischer Werke
  • vielfältige Erfahrungen mit den unterschiedlichen Formen der Musik
  • die Vermittlung von „Musik als einer weiteren Sprache“

Die vielen Beispielen unter "Schulleben" und im "Archiv" verdeutlichen unseren Anspruch. Hier eine kleine Auswahl: [imagebrowser id=50]

Die Schuleingangsphase - Vor der Einschulung bis zum Schulanfang

Uns ist bewusst, dass die Schuleingangsphase grundlegend und entscheidend das weitere schulische Lernen beeinflusst. Aus diesem Grund erfährt sie unsere besondere pädagogische Aufmerksamkeit:

  • Durch konsequente Individualisierung im Rahmen eines ganzheitlichen Förderkonzeptes bemühen wir uns, jedes Kind zu einer erfolgreichen Bewältigung seines Schulalltages zu befähigen. Dieser Prozess beginnt bereits "Vor der Einschulung" (s.u.) und setzt sich dann konsequnt zum "Schulanfang" (s.u.) fort .

Phasen: > Vor der Einschulung... > ...Schulanfang

  • Durch das Prinzip der offenen Türen ermöglichen wir es, Unterstützungsangebote zu bündeln: Lehrkräfte einschließlich der Sonderpädagoginnen, eine Sozialpädagogin, Bufdi, ErzieherInnen im Anerkennungsjahr, Lesemütter und-väter, Studenten und Studentinnen arbeiten eng zusammen und fördern die Kinder in Kleingruppen. Ältere Kinder (sogenannte Helferkinder) üben darüber hinaus mit einzelnen Schulanfängern den Umgang mit Lernmaterialien, begleiten sie in die Bücherei und lesen mit ihnen. Sie entlasten somit zeitweise die Lehrkräfte, die sich dadurch den Kindern zuwenden können, die besonderen Unterstützungsbedarf oder besonderen Lernhunger aufweisen.

 

  • Durch eine Orientierung an den Interessenlagen der Kinder bei der Auswahl der Unterrichtsinhalte unter Berücksichtigung der Lehrpläne ermöglichen wir den Kindern ein Lernen in Zusammenhängen, sodass sie schulisches Lernen als sinnvoll und für ihr Leben bedeutsam erfahren. Die Lernprozesse sind durch fächer- und jahrgangsübergreifende Projekte und durch jahreszeitlich sowie thematisch gebundene Feste und Feiern gekennzeichnet. Durch eine phasenweise Jahrgangsmischung ermöglichen wir es Kindern aller Jahrgänge sich als zusammengehörig zu erleben. Die Lernanfänger werden so im Prozess der Beheimatung in unserer Schule unterstützt.

 

  • Durch Phasen der Reflexion über Arbeitszeiten führen wir bereits unsere Lernanfänger an die Übernahme von Verantwortung für das eigene Lernen heran. So verinnerlichen sie schon nach kurzer Zeit ein wesentliches Prinzip unserer Leistungserziehung: Lernzeit ist kostbare Zeit.

 

  • Durch eine kindorientierte Rhythmisierung des Schulmorgens, die nach Phasen der Anstrengung und Anspannung Phasen der Entspannung einleitet, erhalten die Schulanfänger – wie alle Kinder unserer Schule – Gelegenheiten zur Muße, zum Spiel und zur Erholung.

Weitere offizielle Infos finden sich auf der Homepage des Schulministeriums.

Lesen und Schreiben lernen

Grundsätze unseres Deutschunterrichts Wir arbeiten stark differenzierend, weil

  • Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in die Schule kommen
  • Kinder unterschiedlich viel Zeit zum Lernen benötigen
  • angefertigte Arbeiten gewürdigt/ kontrolliert werden
  • Kinder ihr Lernen organisieren müssen.

Wir vermitteln unseren Kindern, dass

  • (Recht-)Schreibenlernen Mühe erfordert, die sich zu geben lohnt
  • (Recht-)Schreiben und Lesen schrittweise erlernt wird
  • das Ziel ihres (Recht-)Schreibenlernens die „Erwachsenenschrift“ ist.

Wir ermöglichen unseren Kindern, dass sie

  • entsprechend ihrer individuellen Lese und Schreibfertigkeiten
  • systematisch mit dem passenden Materialien
  • in ihrem Lernprozess voranschreiten können.

Im Rahmen des Lese-Schreib-Lernprozesses orientieren wir uns u.a. am landesweit vorgegebenen Grundwortschatz sowie der „Rechtschreibwerkstatt“ angereichert mit bewährten Eigenmaterialien. Unsere Erfahrungen haben bestätigt, dass dieses System sowohl den Lese-Schreiblernprozess nachhaltig unterstützt als auch das selbstständige Arbeiten. Wie lernt mein Kind lesen und schreiben? Zum besseren Verständnis informieren wir unsere Eltern zu Beginn des ersten Schuljahres  im Rahmen eines Elternabends. Dort erläutern wir u.a., warum die Kinder von Beginn an frei schreiben sollen und warum gerade der Lautaspekt der Sprache so wichtig ist für das Lesen- und Schreibenlernen. Im Internet finden sich entsprechende, weitere Informationen zum Forschungsstand:

Die „Rechtschreibung“ oder besser die vermeintliche „Rechtschreibkatastrophe“ ist ein Thema, das gerne populistisch ausgeschlachtet wird. 2014 gab es dazu sogar eine Anhörung im Landtag NRW. Eine angemessene sachliche Kommentierung – auch zur letzten Diskussion September 2018 – findet sich in mehreren Artikeln hier beim: "Grundschulverband - Zur Debatte (Recht)Schreibenlernen" Bei der Entwicklung hin zu einer individuellen, verbundenen Handschrift orientieren wir uns seit dem Schuljahr 2013/14 an der sog. „Grundschrift„. Detaillierte Informationen dazu finden sich auf der Homepage des Grundschulverbandes unter dem Stichwort „Grundschrift“, u.a. kurz und knackig: "Argumente Grundschrift" oder "Informationen zur Grundschrift".

Mathematik lernen

Wir arbeiten stark differenzierend, weil

  • Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in die Schule kommen.
  • Kinder unterschiedlich viel Zeit benötigen.
  • Kinder auf verschiedene Arten lernen.
  • Kinder unterschiedliche Begabungen und Neigungen haben.

Wir haben uns daher bewusst für „Das Zahlenbuch“ (neuste Ausgabe seit 2017) sowie die dahinter stehen Philosophie „mathe 2000“ entschieden“. Mit den so vorhandenen Materialien

  • ermöglichen wir ein Lernen auf verschiedenen Ebenen
  • lernen Kinder über verschiedene Sinne (sehen, hören, tasten/fühlen)
  • werden Aufgaben für Kinder überschaubarer
  • lernen die Kinder motiviert
  • haben die Kinder die Möglichkeit, für sich die beste Hilfe auszuwählen
  • üben die Kinder ihr eigenes Lernen zu organisieren
  • arbeiten die Kinder an gleichen Aufgaben auf unterschiedlichen Schwierigkeitsniveaus
  • fördern wir zugleich aktiv-entdeckendes Lernen (z.B. Muster finden und begründen) und soziales Lernen (z.B. gemeinsam Lösungen finden und präsentieren).

Im Internt finden sich weitere Informationen zum Konzept "mathe 2000" und den von uns getragenen Grundsätzen:

  • "Elternheft zum Zahlenbuch" (Klett-Verlag)
  • 'Webinare' (Kurzvideos der AutorInnen auf der Seite des Klett-Verlages)
  • Elternratgeber "Mathe ein Kinderspiel"  (Uni Dortmund im Rahmen des Projektes „Pik As“)
  • "Elterinfos" zum Mathematiklernen sowie Übungshinweisen (Uni Dortmund im Rahmen des Projektes „Pik As“ )
  • "Hat ihr Kind das Mathe-Gen?"  (Artikel von Anke Leitzgen aus der Zeitung ‚Eltern for family‘ (10/2003). Als betroffenen Mutter fasst sie die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung zum Mathematiklernen von Kindern in folgende von uns geteilten Grundsätze zusammen:
    • Mein Kind kann mehr, als ich glaube.
    • Nicht erklären, sondern zuhören und verstehen sind meine zentralen Aufgaben.
    • Mein Kind ist neugierig und will dazulernen.
    • Lernen ist ein aktiver Prozess.
    • Mein Kind geht seinen eigenen Weg.
    • Mein Kind ist klug und macht trotzdem Fehler.
    • Mein Kind braucht meine Geduld.
  •  

In den Jahren 2009 – 2010 haben wir uns als Kollegium im Bereich der „Rechenschwäche“ fortgebildet. Dafür gewinnen konnten wir Prof. Dr. Schipper und sein Team von der „Beratungsstelle für Kinder mit Rechenstörungen“ am Institut für Didaktik der Mathematik an der Universität Bielefeld. Weitere Informationen zu deren Ansatz mit download-Möglichkeiten finden sich unter: "Bielefelder Rechentest".

Individuelle Förderung

Individuelle Förderung ist unser pädagogisches Grundprinzip. Wir gehen aus von den Stärken der Kinder. „Alle gewöhnlichen Schüler haben außergewöhnliche Fähigkeiten“, sagte Andreas Schleicher, der internationale PISA-Koordinator der OECD, in einem Radio-Interview. Somit bedeutet individuelle Förderung nicht nur die Kompensation bestimmter Defizite besonderer Schülergruppen. Sie braucht bestimmte Rahmenbedingungen der Schule (Schulstruktur, Organisation und Lehrmittelauswahl; vgl. Grundsätze unseres Deutsch- und Mathematikunterrichts) und der Gesellschaft. Bei dem Begriff „Individuelle Förderung“ denken viele zuerst an besondere Kurse oder zusätzliche Arbeitsblätter. Dabei ist die Basis individueller Förderung die persönliche Ansprache der Kinder im Alltag. Das kann eine kurze Rückmeldung – mündlich oder schriftlich – zu einer Hausaufgabe sein oder ein aufmunternder Kommentar im Rahmen der Stillarbeit oder ein Lob für vorbildliches Verhalten im Anschluss an den Unterricht oder die klare Ansage, endlich mit der Arbeit zu beginnen. Diese Rückmeldung ist individuell und fördernd, da sie situativ stattfindet, abgestimmt auf die Möglichkeiten des jeweiligen Kindes. Unsere individuelle Förderung reicht zudem von den unterschiedlichen Förderkursen in der Schuleingangsphase (siehe Reiter oben) über materialgesteuertes, differenziertes und eigenverantwortliches Arbeiten in der Klasse (lesen Sie in den oberen Reitern dazu bitte die Themen „Lesen und Schreiben lernen”, „Mathematik lernen” und „Ästhetische Erziehung”) bis hin zu dem ausdifferenzierten Werkstattangebot. Für unser Konzept erhielten wir bereits 2007 von der damaligen Ministerin das „Gütesiegel Individuelle Förderung”.

Noten & Zeugnisse

Noten:  Wir versuchen sparsam mit Noten umzugehen, denn Noten werden leider oft überbewertet (s.u.). Die Notengebung ist nicht der Hauptzweck von Leistungsüberprüfungen. Durch Variation im Schwierigkeitsgrad sorgen wir für Erfolgserlebnisse bei allen SchülerInnen. Für die Rückgabe schriftlicher Lernstandskontrollen nehmen wir uns Zeit. Sie werden jedem Kind einzeln zurückgegeben verbunden mit einer individuellen Rückmeldung / Lernberatung. Zeugnisse: In den ersten beiden Schuljahren gibt es einen Lernentwicklungsbericht ohne Noten. Am Ende des ersten Halbjahres des dritten Schuljahres gibt es das erste Notenzeugnis. Am Schuljahresende erhalten alle Kinder auch einen Kinderbrief, verbunden mit Hinweisen über erfolgreich geleistete Arbeit und noch offene Aufgabenfelder. Dieser Brief wird den Kindern in Form eines Kindersprechtages ausgehändigt. Der Grundschulverband hat nachdenkenswerte Überlegungen zusammengestellt unter:  "Argumente zu Noten" .